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Suchtprävention

Süchte treten in vielen Formen und Facetten bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auf. Hierbei sind nicht nur der übermäßige Konsum von Alkohol, das Rauchen sowie die Abhängigkeit von illegalen Drogen, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, zu nennen. Es gibt auch eine Reihe anderer stoffgebundener und stoffungebundener Süchte.

Suchtprävention ist eine immer wichtiger werdende Aufgabe in der heutigen Gesellschaft. Damit diese zielgerichtet ankommt, sollte sie in der Regel früh ansetzen. Die Sekundärprävention, eine weitere wichtige Säule im Rahmen der Bekämpfung von Süchten, setzt erst spät, dafür aber intensiver ein.

Der Waldritter e.V. hat ein Konzept zur Primärprävention als sinnvolle und vor allem zielgruppengerechte Ergänzung zu klassischen Suchtpräven­tions­maßnahmen entwickelt. Das Konzept erweitert diese Maßnahmen mit neuen Methoden, transportiert Informationen und bietet den Kindern und Jugendlichen viel Raum, um Erfahrungen zu sammeln.

Die Aufgabenstellung dieses Konzeptes ist die Entstehung von Suchtverhalten zu verhindern bzw. bei Kindern und Jugendlichen in Punkto Tabak und Alkohol den Einstieg zu verzögern. Starke Persönlichkeiten mit hoher Selbst- und Sozialkompetenz gelten als weniger suchtgefährdet. So ist neben der Informationsvermittlung die Stärkung sozialer Fertigkeiten die wichtigste Aufgabe der Suchtprävention. Als langfristige Handlungsstrategie werden Primärpräventionsmaßnahmen daher bereits im Kindes- und Jugendlichenalter durchgeführt.

In verschiedenen Rollenspielen werden konkreten Szenarien erlebt, die stoffgebundene und stoffungebundene Süchte thematisieren. Während einer abenteuerlichen Schatzsuche treffen beispielsweise die Kinder und Jugendlichen in einer ritterlichen Märchenwelt auf einen Kartografen, der den noch fehlenden Teil der Schatzkarte besitzt. Dieser ist jedoch alkoholkrank und verlangt von den Kindern Alkohol. Die Kinder müssen hier nach einer nicht-vorgegebenen Alternativlösung suchen, um zu erfahren, wie schwierig der Umgang mit einem süchtigen Menschen ist.

Ein anderes Szenario behandelt das Thema Spielsucht. Hierbei werden die Teilnehmenden mit einem Glücksspieler konfrontiert, der mithilfe eines Tricks in einem Würfelspiel um Spielgeld immer gewinnt. Durch den Trick lässt er es jedoch so aussehen, als ob der Sieg für die Teilnehmenden kurz bevor steht. Angespornt durch diese Siegesgedanken werden sie schnell Opfer einer sich immer enger ziehenden Spirale, bei dem die bisherigen Teilnehmenden nicht selten sogar all ihr reales Hab und Gut verwettet haben.