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Berufsorientierung

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Besonders für Jugendliche bestehen große Schwierigkeiten, sich auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu präsentieren und nach der Schule einen Ausbildungsplatz zu finden. In Zeiten von Wirtschafts- und Finanzkrisen, erhöhten Arbeitslosenzahlen und steigender Konkurrenz um Ausbildungs- und Arbeitsplätze wird dies für junge Menschen immer schwieriger. Hinzu kommt, dass ganze Ausbildungsgänge, die besonders für Jugendliche mit Haupt- und Realschulabschlüssen interessant waren, gestrichen und durch technische Neuerungen ersetzt worden sind. Die Eingangsvorrausetzungen für handwerkliche Berufe werden zunehmend immer höher.

 

Da unsere Berufsorientierungsprojekte mit attraktiven innovativen Methoden arbeiten, werden auch Jugendliche erreicht, die sonst nicht freiwillig an Berufsvorbereitungsmaßnahmen teilnehmen würden.

 

 

Folgende Projekte werden im Bereich der Berufsorientierung durchgeführt:

 

 

Informationsgewinnung über Berufsfelder und Berufe

 

Als „ReporterInnen“ begegnen die teilnehmenden Jugendlichen in einer Projektwoche verschiedenen RepräsentantInnen unterschiedlicher Berufe. Mit digitalen Videokameras werden Arbeitsagenturen, potentielle ArbeitgeberInnen sowie Auszubildende und ArbeitnehmerInnen interviewt.

 

 

Vorbereitung von Vorstellungsgesprächen

 

Mithilfe von theaterpädagogischen Übungen wird die Wirkung von Mimik, Gestik, Stimme und Körpersprache analysiert und verbessert. In einem zweiten Schritt werden konkrete Vorstellungssituationen szenisch erprobt und im Plenum ausgewertet.

 

 

Einübung von Praktikums- und Ausbildungssituationen

 

Jugendliche erlernen, wie Konflikte allgemein entstehen, und welchen Anteil sie an einer Lösung oder Eskalation haben. Im Rollenspiel üben sie im geschützten Rahmen, wie Konflikte auf vielfältige Weise bewältigt werden können.

 

 

Projekt Lernen durch Erleben

 

An zwei Projekttagen lösen Schüler*innen im Rahmen eines innovativen Abenteuerspiels einen Kriminalfall. Hierbei werden sie zu unterschiedlichen Unternehmen geführt, bei denen sie Mikro-Praktika-Einheiten absolvieren, die in die fiktive Kriminalstory eingebunden sind.

Die SchülerInnen werden im Verlauf des Spiels an Orte geführt, die ihnen bisher unbekannt sind oder wo Schwellenängste sie von einem Besuch abgehalten haben. Konkret machen sie praktische Erfahrungen bei Arbeitsabläufen, die tatsächlich im ausgewählten Unternehmen vorkommen. So müssen sie beispielsweise einen Hinweis an einer Decke eines Gerüstbauunternehmens erreichen, indem sie eines der Gerüste unter Aufsicht aufbauen, nehmen Reifen bei einem Auto ab, da sie dahinter eine wichtige Information vermuten oder beschäftigten sich mit alten Menschen in einem Seniorenheim, um den Tathergang eines fiktiven Überfalls zu rekonstruieren.

 

Nicht zuletzt werden bei dieser Aktion konkrete Kontakte zu Firmen geknüpft und es können bereits erste Bewerbungsgespräche vereinbart werden.

 

Ein Beispiel eines vergangenen Projekts finden Sie hier als Videodokumentation.