Das Bildungsliverollenspiel Junktown ging Ende November in die dritte Runde. Das Spiel entstand im Rahmen eines Projektes zur Demokratieförderung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In verschiedenen Workshops und Treffen wurde das Bildungsspiel eigenständig von Jugendlichen entwickelt.

 

Das Spiel legt ein dystopisches Setting zu Grunde, in dem die Welt durch Krieg und Zerstörung gezeichnet ist. Die Moderne, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Strom ist nur manchmal vorhanden – Internet, Telefon und Mobilfunk existieren nicht mehr. Die Überlebenden des Krieges haben sich in kleinen Siedlungen zusammengeschlossen und bestreiten zusammen den Alltag, in dem es darum geht, einen sicheren Platz in der Gruppe einzunehmen, Nahrung und sauberes Trinkwasser zu finden. Vielleicht entdeckt man sogar einen Weg, um Kommunikationswege zu etablieren und auf diese Weise mit anderen Siedlungen in Kontakt zu treten, ohne sich jedes Mal auf eine gefährliche Reise durch zerstörte Landschaften zu begeben. Eine Siedlung namens “Junktown” steht sogar vor noch größeren Herausforderungen: Neue Gesichter sind in die Gemeinschaft gekommen und stellen das Leben auf den Kopf. Einige sind nur auf der Durchreise, andere wollen bleiben. Können sie sich nützlich machen? Werden sie sich an die bestehenden Siedlungsregeln halten? Was geschieht, wenn nicht? Wer setzt diese Regeln durch? Und vor allem: Wer entscheidet ob sie bleiben dürfen?

 

Mit all diesen Fragen setzten sich die teilnehmenden Jugendlichen aus dem Recklinghausener Jugendparlament im dritten Durchlaufauseinander auseinander und reflektierten ihre Erfahrungen in einem ans Spiel anschließenden Seminar. Eine Herausforderung – nicht nur für die Teilnehmenden des Jugendparlaments  die sich teilweise zum ersten Mal mit Rollenspielen auseinandersetzten, sondern auch für die Gruppe von Jugendlichen, welche das Spiel entwickelten.